Aller-Zeitung, 29.05.1998

Internationaler Erfolg wird der Formation weiter Auftrieb geben
Glanzvoller Sieg: Das Braunschweiger Akkordeon-Orchester errang ihn beim Internationalen Festival in Innsbruck


Akkordeon-Orchester: Schön anzuhörender Klangkörper

Didderse. Voller Begeisterung erklärt Manfred Brink aus Didderse die Spielweise seines Akkordeons. Er ist Mitglied im Braunschweiger Akkordeon-Orchester, das gerade beim Internationalen Festival in Innsbruck den ersten Platz in der Oberstufe belegte (AZ berichtete).

Darüber hinaus wurde auch noch der höchste Sonderpreis aller 320 teilnehmenden Orchester aus 19 Nationen gewonnen – ein 12.000 Mark teures Hohner-Akkordeon. „Der große internationale Erfolg wird uns weiter Auftrieb geben“, freut sich Manfred Brink. Der Didderser ist zugleich auch Vorsitzender des Braunschweiger Akkordeon-Orchesters und war früher auch einige Jahre Dirigent.

Voller Stolz legt der Berufsschullehrer die im vergangenen Jahr zum 50-jährigen Jubiläum produzierte CD auf. Entsprechend dem Repertoire des Orchesters enthält sie viel klassische Musik und beginnt mit einer Bearbeitung der Ouvertüre des „Barbier von Sevilla“ von Gioachino Rossini.

Unter der Leitung seines qualifizierten Dirigenten Udo Menkenhagen beweisen die 27 Musiker des Akkordeon-Orchesters, dass es sich um einen sehr schön anzuhörenden Klangkörper handelt. Es wird präzise musiziert, die Steigerungen werden klar und deutlich herausgearbeitet.

Als zweites Stück enthält die CD sogar die Bearbeitung einer kleinen Sinfonie von Johann Christian Bach. Erstaunlich, welch’ zarte Töne dem Akkordeon entlockt werden. Auch hier wird deutlich, dass Akkordeonspielen mehr sein kann als das Klimpern auf einer Quetschkommode.

„Reisebilder vom Balkan“, so heißt das Stück, mit welchem das Braunschweiger Akkordeon-Orchester den Siegerpreis errang. Dieses dreisätzige Werk wurde von Hans Boll extra für Akkordeon-Orchester komponiert, unter Verwendung von Volkslied– und Volkstanzthemen aus dem Balkan.

Dabei gelingt es den hervorragenden Akkordeonspielern, den mal schwermütigen und mal heiteren Ton des Stückes zu treffen. Genau wie bei den anderen Werken besticht das Orchester mit präzisem Spiel und gekonnten Tempo- und Rhythmuswechseln.

Auch in diesem Jahr werden die Musiker ein Konzert im Kleinen Saal der Braunschweiger Stadthalle geben, und der Didderser Manfred Brink ist optimistisch: „Wie jedes Jahr wird auch dieses Mal das Konzert ausverkauft sein.“

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