Da Capo

Mit dieser CD soll der Erfolg des Braunschweiger Akkordeon-Orchesters bis 1997 dokumentiert und zugleich ein Beispiel gegeben werden, was musikalisch und technisch auf dem Akkordeon möglich ist. Für das alle Altersschichten umfassende Publikum hat das Braunschweiger Akkordeon-Orchester ein Programm zusammengestellt, das aus den Highlights der letzten zehn Jahre besteht.


Gioacchino Rossini (1792-1868) schrieb u.a. 39 Opern, von denen im 19. Jahrhundert Der Barbier von Sevilla eine der beliebtesten war. Zu Beginn der Ouvertüre zu dieser Oper erklingen viele typische Buffo-Elemente Rossinis: Kontrastreichtum auf allen Ebenen in Rhythmik, Melodik, Dynamik und Klangfarbe. Dazu gesellt sich virtuose Stimmen- und Orchesterbehandlung.

 

Johann Christian Bach (1735-1782) war der jüngste Sohn Johann Sebastian Bachs. Er komponierte neben Kirchenmusik zahlreiche Opern im italienischen Stil. Die Sinfonia diente als Opern-Ouvertüre, verlor allerdings diese Einleitungsfunktion gegen Ende des 17. Jahrhunderts und entwickelte sich zu einem selbstständigen Orchesterwerk mit der Satzfolge Schnell-Langsam-Schnell.

 

Rudolf Würthner (1920-1974) hat sich bei den Akkordeonfreunden in aller Welt nicht nur als Dirigent und Solist, sondern auch als Komponist und Bearbeiter für Akkordeonorchester einen großen Namen geschaffen. Sein Gespür für den Orchesterklang brachte Bearbeitungen wie die Sinfonia in B-Dur hervor. Aber auch Originalmusik, d.h. Musik, die ausschließlich für Akkordeon-Orchester komponiert wurde, war ein großer Bestandteil seines Schaffens.

Seine Münchner Rhapsodie, entstanden Mitte der sechziger Jahre, ist ein solches Werk. Es ist in sechs Teile gegliedert, die jedoch nicht durch Pausen voneinander getrennt sind.
Im Morgengrauen taucht langsam der alte Peter aus dem Nebel auf ("Solange der alte Peter"), bevor es auf den immer belebter werdenden Stachus geht. Ein Martinshorn ertönt, man trinkt ein Maß Bier auf der Wies'n, bewundert die Bavaria, um anschließend den Tag in einer Bar in Schwabing ausklingen zu lassen. Durch fast alle Teile zieht sich das Motiv des "alten Peter" wie ein roter Faden. Ein großes, mit einem Augenzwinkern geschaffenes Werk.

In den Variationen über ein russisches Volkslied greift Würthner das bekannte Thema Schwarze Augen auf. Ursprünglich nur für Akkordeon-Solo komponiert, schrieb er 1972 noch eine Orchesterbegleitung dazu. Dies ist eines der Stücke, mit denen er an unzähligen Konzerten mit dem Orchester des Hauses Hohner als Solist brillierte.

Der Säbeltanz und die Erinnerung an ein Ballerlebnis sind schon fast Klassiker in der unterhaltenden Musik für Akkordeonorchester. Curt Herold und Margot Eisenmann bearbeiteten diese Stücke in bewährter Manier.

Mit dem Phantom der Oper wird gehobene Unterhaltungsmusik neueren Datums aufgegriffen. Arne Steinmeier, Hobbymusiker und Akkordeonorchesterleiter in Hannover, nahm sich das Phantom der Oper vor und hat es in gelungener Art und Weise auf den Akkordeonklang projiziert. - nach oben -