Reisebilder

Anlass für die Aufnahme der CD "Reisebilder" war die überaus erfolgreiche Teilnahme an dem alle drei Jahre stattfindenden "Internationalen Akkordeon-Festival" in Innsbruck im Jahr 1998. Dort gewann das Braunschweiger Akkordeon-Orchester in der Oberstufe I den ersten Platz mit der höchstmöglichen Punktzahl von 50,0 Punkten. Weitere Informationen zu diesem Ereignis finden Sie hier...


Die Komponisten

Gioacchino Rossini (1792-1868) schrieb neben wenig Instrumentalmusik 39 Opern, alle zwischen 1810 und 1829. Seine letzte Oper ist Guillaume Tell, nach der bekannten Geschichte von Friedrich Schiller; ein großes dramatisches Werk, entstanden im Jahre 1829. Die Ouvertüre zu dieser Oper ist die neuste Einstudierung des Braunschweiger Akkordeon-Orchesters in einer ganzen Reihe von Rossini-Ouvertüren.

 

Hans Boll (*1923) , ein Komponist der Gegenwart, schreibt Originalmusik für Akkordeon-Orchester und schöpft dabei die klangliche Vielfalt des Instruments voll aus. Bei den 1960 entstandenen Reisebildern vom Balkan hat er sich offensichtlich inspirieren lassen von der charakteristischen Melodik und Rhythmik der südosteuropäischen Volksmusik. Ruhige, besinnliche Hirtenweisen werden von wilden, dauernd den Takt wechselnden Tänzen abgelöst. - nach oben -

 

Astor Piazolla (1921-1992), argentinischer Bandoneonspieler und Komponist, galt als Tango-Revolutionär. Etwa seit 1955 komponierte er seine Werke im Stile des Tango nuevo und erregte damit großes Aufsehen. In seiner Heimat wurde ihm aus der Tango-Szene nicht selten körperliche Gewalt angedroht, so revolutionär war sein Kompositionsstil. Die Medien und Schallplattengesellschaften boykottierten seine Musik anfänglich sogar. Heute gelten seine Werke als "Musik, die den Zeitgeist von Buenos Aires widerspiegelt" und werden weltweit sehr geschätzt. Piazolla verwendet in seinen Kompositionen neben dem klassischen Tangostil Elemente aus Jazz, Klassik und zeitgenössischer Musik. Das Werk Adios Nonino entstand 1959. Er schrieb es für seine Kinder, als Requiem an seinen Vater, der gerade gestorben war. - nach oben -

 

Vincent Youmans (1898-1946) , ein amerikanischer Komponist, schuf mit der Operette "no, no, Nanette" sein wohl erfolgreichstes Werk. Es wurde 1925 in New York mit sehr großem Erfolg uraufgeführt, erschien wenig später in London und wurde 1926 in Berlin mit größtem Beifall aufgenommen. Noch heute sind einige Nummern aus dieser amerikanischen Jazzoperette bekannt. Tea for Two, die wohl bekannteste Nummer, haben Uta Grashoff und Sonja Tonn in einer Bearbeitung für Akkordeon-Duo eingespielt. Beide Solistinnen absolvierten ihr Akkordeon-Studium am Hohner-Konservatorium in Trossingen und gehören zum festen Spielerstamm des Braunschweiger Akkordeon-Orchesters.

 

Hans Rauch (1929-1983) , einer der erfolgreichsten Komponisten und Arrangeure in der Akkordeonszene und leider viel zu früh verstorben, verstand es wie kein zweiter, der "Popularmusik" einen anspruchsvollen Charakter zu geben. So geschehen in der Foxtrott-Vision,einer rhapsodischen Tanzfantasie. Eben mehr als nur ein Foxtrott... - nach oben -

 

Josef Rixner (1902-1973) ist ein Komponist der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine Musik hat unterhaltenden Charakter und erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit. Einige Stücke sind auch als Bearbeitungen für Akkordeon-Orchester erhältlich. Schon fast berüchtigt ist die Ouvertüre "Bagatelle". Aus der Suite "Frohes Wochenend" stammt der Titel Spanischer Marsch, ein lebhafter Pasodoble.

 

Galt MacDermot (*1928) , ein amerikanischer Komponist, schuf 1967 das Rock-Musical Hair. Es wurde im selben Jahr uraufgeführt und brachte den Protest der jugendlichen Randgruppen (Hippie-Generation) gegen bürgerliche Wert- und Moralvorstellungen, Rassismus und den Vietnamkrieg auf die Bühne. Den größten Bekanntheitsgrad brachte die 1978/79 entstandene Verfilmung. Unter Verwendung der Popmusik der späten sechziger Jahre entstanden Songs wie Aquarius, Hara Krishna oder Let the sunshine in. - nach oben -

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